Gentrification in Dresden

Graffiti in der Dresdner Äußeren Neustadt

Die Arbeitswelt der Geographie auf Spurensuche im „Szeneviertel“ Äußere Neustadt

Gentrification in der Dresdner Neustadt – inwiefern läuft die Diskussion um die Entwicklung der Äußeren Neustadt anders als im Schanzenviertel in Hamburg oder in Prenzlauer Berg in Berlin? Dr. Jan Glatter, Vertreter der Professur der Allgemeinen Wirtschafts- und Sozialgeographie der TU Dresden und ausgewiesener Neustadt-Experte, sagt: “Dass in der Dresdner Neustadt Gentrification stattfinden könnte, wurde schon 1989 vermutet.” Der Verdacht war also zuerst da – und was ist nun eingetreten 23 Jahre nach dem Erstverdacht? Eine thematische Stadtteilführung durch das bel(i)ebte Gründerzeitquartier nördlich der Elbe unter der Leitung von Dr. Glatter sollte dem Autorenteam Antworten liefern.

Die Exkursionsroute

Route durch die Dresdner Neustadt

Quelle: Google Maps

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„Besser leben hinterm Ostkreuz“: Gentrification in der Victoriastadt? Teil 1

In zwei Artikeln gehen wir, Benjamin & Maria, der Gentrification in der Victoriastadt nach. Teil I gibt einen Überblick über das Viertel, in Teil II (folgt demnächst) thematisieren wir speziell die Eröffnung eines Bioladens im Kiez.

Ein Bioladen hat in der Berliner Victoriastadt aufgemacht – sofort war uns klar mit den Mitarbeitern müssen wir unbedingt ein Interview führen! Was uns dabei so im Kopf schwirrte? Ist das jetzt der Anfang von Prenzlauer Berg in dieser beschaulichen Ecke Lichtenbergs? Ein neuer Fall von Gentrifizierung der zu immer teureren Wohnungen, Szene-Läden und Touristenströmen führt? Bei unseren autoreninternen Diskussionen kam allerdings auch Skepsis auf: Bioladen & Gentrification – das muss doch nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben. Und überhaupt: Die Victoriastadt ist doch kein klassischer Gentrifizierungs-Kiez Berlins – was sagen denn andere dazu? Ein kurzer Hintergrund… Weiterlesen

“Die Bio-Einkaufsgemeinschaft in der Kaskelstraße”: Gentrification in der Victoriastadt? Teil 2

Teil II unseres Spezials zur Gentrification in der Victoriastadt zeigt anhand eines Interviews mit den Betreibern des Bioladens “Wurzelwerk”, inwieweit der Kaskelkiez gentrifiziert ist und was ein Bioladen eigentlich mit Gentrification zu tun hat

“Es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis der erste Bioladen im Viertel eröffnet.” prophezeite die Berliner Zeitung noch im Juni 2011. Und nun ist er da: Seit Oktober 2011 gibt es das “Wurzelwerk” in der Kaskelstraße. Ist dieser Bioladen nun ein Indiz für Gentrification?

Wie unser Einblick in die Berliner Victoriastadt zeigt (siehe Teil 1) ist es gar nicht so einfach zu bestimmen, inwieweit dieses Viertel gentrifiziert ist oder nicht. Wir wollen mit unserer kleinen Fallstudie die Hintergründe der Eröffnung eines Bioladens im Kaskelkiez das Thema von der qualitativen Seite her untersuchen. Ergebnis unserer Beobachtungen und des Interviews: So, wie die Victoriastadt bisher keinen “klassischen” Gentrifizierungsprozess durchlaufen hat, ist auch der Bioladen kein filialisierter Bio(super)markt, dessen Standort von Investoren bestimmt wurde. DIe Bewohner des Kiezes selbst waren es, die gemeinschaftlich das “Wurzelwerk” in die Victoriastadt holten.

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Denkmalschutz zwischen Erhalt und Nutzbarkeit

Denkmalschutz FrankfurtSeitenansicht des Parkhauses Hauptwache in Frankfurt am Main (© Jonathan Maus)

Denkmalschutz im Spannungsverhältnis zwischen Erhalt und Nutzbarkeit – Zum Umgang mit städtebaulichen„Sünden“ der Spätmoderne
von Jonathan Maus

Denkmalschutz ist vielen ein Begriff. Meist versteht man darunter den Schutz historischer Bauten, v.a. von Bauwerken, die mindestens annähernd 100 Jahre alt sind. Das wusste ich aus meinem Studium und darum wunderte es mich umso mehr, zu erfahren, dass das leer stehende Philosophicum der Universität in Frankfurt nicht genutzt wird – bis ich erfuhr, dass es unter Denkmalschutz steht. Denkmale sind Zeitzeugnisse der vergangen Baukultur. Typischerweise lässt dies schnell an Fachwerkhäuser und Gründerzeitvillen denken. Jedoch auch in der Phase der Spätmoderne – den 1960/70er Jahren – sind architektonische Entwürfe realisiert worden, die Ausdruck der zeitgenössischen Vorstellung von städtebaulicher Moderne darstellen. Da sie ebenfalls exemplarisch für eine Phase des Städtebaus stehen, sind sie auch genauso schützenswert. Hieraus ergibt sich die Frage, wie diese Gebäude trotz ihrer häufig problematischen Struktur erhalten und weiter genutzt werden können. Dieser Fragestellung gehe ich in meiner Diplomarbeit nach.
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Placemaking in benachteiligten Stadtquartieren

Straßenszene in New York von THArchitekt

Straßenszene in New York von THArchitekt

In meiner Diplomarbeit beschäftigte ich mich mit dem Thema Placemaking in benachteiligten Stadtquartieren. Ruft man sich einen Ort ins Bewusstsein, z.B. New York wie es auf dem Foto zu sehen ist, so fallen einem spontan bestimmte Bedeutungen, Bilder, Charakteristiken, Images oder Identitäten dazu ein. Diese sind natürlich ganz individuell, aber eines fällt schwer. Die Existenz New York’s zu bejahen, wenn keiner dieser Begriffe in irgendeiner Weise konnotiert ist. Das zeigt, dass New York oder jeder andere beliebige Ort zunächst in unseren Köpfen entsteht – egal, ob als BewohnerIn oder als Außenstehende(r). Ein Ort ist das Ergebnis von sozialen Konstruktionen. Wofür Orte stehen, entscheiden wir dadurch, welche Bedeutungen wir ihnen zuschreiben. Unter dieser Annahme folgt zwangläufig, dass die Bedeutungen von Orten wandelbar sind, sofern es in unserer Vorstellungskraft liegt.

Das war die ursprüngliche Motivation für mein Untersuchungsthema. Ich wollte wissen, wie man aktiv die Bedeutung von Orten gestalten kann. Im Zuge der Konkurrenz zwischen den Orten um Einwohner, Touristen, Unternehmen oder Prestige wird dies in Zukunft immer wichtiger werden. Als theoretischer Zugang diente mir der Ansatz des Placemakings. Weiterlesen

“Umkämpfte Räume” und “Räume mit Herz” auf den Citizen Art Days

Recht auf Stadt

Recht auf Stadt (http://www.christophschaefer.net/)

Auf den Citizen Art Days, die vom 19. bis 26. Februar 2012 in Berlin stattfanden, ging es um einen Versuch “Kooperative Kunststrategien und Beteiligungspotenziale im öffentlichen Raum” zu finden. Ein Thema, das mit den “Recht auf Stadt” Bewegungen, aktuell und brisant ist. Dr. Elfriede Müller, Historikerin und Leiterin des Büros für Kunst im öffentlichen Raum, widmete einen Vortrag dem französischen Philosophen Henri Lefebvre, der schon in den 1960er Jahren Gedankenvater für die “Recht auf Stadt” Bewegung wurde. Weiterlesen

Stadtentwicklung in Berlin nach dem Fall der Mauer – ein Kommentar zur Veranstaltung

Am Donnerstag fand in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften eine sehr interessante Veranstaltung zur Stadtentwicklung Berlins nach der Wende statt. Wir waren da und schildern hier kurz unseren Eindruck von den Vorträgen.

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Wohn(t)räume der jungen Alten von morgen.

„Wohn(t)räume“ der jungen Alten von morgen. Thesen zum zukünftigen Wohnen im Alter
von Ilka Markus

Das Thema „Wohnen im Alter“ ist vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der damit verbundenen Alterung der Bevölkerung in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend in das wissenschaftliche und öffentliche Interesse gerückt. Die Mehrheit der Studien konzentriert sich auf das gegenwärtige Wohnen im Alter, also auf die heutige Generation 65plus. Zu den Wohnbedürfnissen der jetzigen Seniorengeneration existieren demnach umfassende Untersuchungen.
Die Alten von Morgen werden sich von den heutigen Alten unterscheiden: Sie werden besser gebildet sein und sich ehrenamtlich stärker engagieren; sie werden länger ins Arbeitsleben eingebunden sein und ein Drittel wird weder Kinder noch Enkelkinder haben. Technologische Neuerungen werden den zukünftigen Alten ganz andere Möglichkeiten für die Lebensgestaltung eröffnen. Das heißt, das Alter(n) und die Alten verändern sich. Daraus lässt sich die Vermutung ableiten, dass sich die Wohnungsnachfrage der zukünftigen Alten deutlich von der Nachfrage der heutigen Alten unterscheiden wird. Momentan bestehen allerdings noch große Unsicherheiten wie die Wohnansprüche der zukünftigen Generation 65plus aussehen werden. Weiterlesen

Bausteine für ein systematisches, quartiersbezogenes, soziales Management

Wohnungswirtschaftliches Quartiersmanagement -
Bausteine für ein systematisches quartiersbezogenes soziales Management in Wohnungsunternehmen

von Stefan Peters

Wohnungsunternehmen sind wichtige Partner in der sozialen Stadtentwicklung. Ihnen gehören große Anteile der Wohnungsbestände in sozial benachteiligten Stadtteilen. Insbesondere verfügen sie in ihrer Rolle als Vermieter über den „direkten Draht“ zu einem Teil der Bevölkerung und tragen somit eine Mitverantwortung für die soziale Stabilität in ihrem Quartier und in ihrer Kommune. Gerade auf den Kommunen lastet der Erwartungsdruck, soziale Probleme im gesellschafts-, sozial- und arbeitsmarktpolitischen Umfeld zu lösen. Dass die Kommunen die Probleme aber nicht allein lösen können, ist eine Erkenntnis aus jüngerer Zeit. Das DIFU 2003 stellte in diesem Zusammenhang fest: „Selbstverständnis und Rolle der Wohnungswirtschaft wandeln sich von der reinen Bestandsverwaltung zum Akteur des Stadtentwicklungsprozesses.“ Weiterlesen

“Geocentric Crowdsourcing” und “Kollaborative Verwaltung” – Was leisten Anliegenmanagements?

Logo des Maerker BrandenburgWie jeden Abend fahre ich von der Boxhagener Straße kommend unter der S-Bahn-Brücke hindurch und auf die Marktstraße rauf, wo mich das grüne Bezirkseingangsschild “Lichtenberg” begrüßt. Das bedeutet für mich: Sobald jetzt etwas im öffentlichen Raum nicht “in Ordnung” ist (ich denke da an eine kaputte Straßenlaterne, ein beschmiertes Schild, eine ausgefallene Ampel,…), kann ich das Problem direkt an die zuständige Verwaltung melden – und ein paar Tage später kann ich davon ausgehen, dass das Problem behoben wurde (Serviceversprechen des Bezirks). Denn Lichtenberg ist seit Oktober 2011 das erste Berliner Mitglied des Maerker Brandenburg.

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