Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat eine Studie zur zukünftigen demografischen Entwicklung in Europa veröffentlich.
Wie zukunftsfähig sind die EU-Länder und speziell die Regionen von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Polen, Spanien und den Niederlande? Das hängt von einer Reihe von Fragen ab – etwa: Schrumpft oder wächst die Region? Wie stark ältert sie? Wie groß ist das Potenzial an Arbeitskräften? Sind sie gut qualifiziert, und gibt es für sie ausreichend Arbeitsplätze? Ist die Wirtschaft innovativ, und kann sie auch künftig im Wettbewerb der Regionen mithalten?
Um die Zukunffsfähigkeit der Regionen zu beurteilen, hat das Berlin-Institut einen Index entwickelt, in den 24 Indikatoren einfließen. Er berücksichtigt nicht nur die ökonomische Leistungsfähigkeit in Form von Bruttoinlandsprodukt oder Pro-Kopf-Einkommen. Sondern auch die Altersstruktur der Bevölkerung, die Beschäftigtenquoten verschiedener Bevölkerungsgruppen, Bildungs- und Innovationsindikatoren sowie Indikatoren für ökologische Nachhaltigkeit. Sehr zu empfehlen! Mehr lesen
Was in dieser Bullerby-Perspektive nicht auftaucht: In den meisten Dörfern gibt es heute keinen Lebensmittelladen mehr, das Huhn im Topf stammt meist aus einer viele hundert Kilometer entfernten Fleischfabrik und die Menschen legen 80 Prozent ihrer täglichen Strecken mit dem Auto zurück. Während in Berlin 41 Prozent der Haushalte ohne Pkw auskommen, haben viele Familien auf dem Land zwei oder noch mehr Fahrzeuge. Die Landbewohner sind für ein Drittel der in Deutschland zurückgelegten Pkw-Kilometer verantwortlich – obwohl sie nur ein Viertel der Gesamtbevölkerung ausmachen.

