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Kann der Markt das Klima (noch) retten?

Nov28

„We need an emergency climate pathway!“[1] Die flehenden Worte von Naderev Saño, dem Vertreter der Philippinen bei dem 19. Klimagipfel der Vereinten Nationen in Warschau, deuten die Schwere und große Verantwortung an, die mit der Konferenz und ihrem Ausgang verbunden sind. Trotz aller Verzweiflung angesichts der knapp zwölf Millionen Betroffenen und der mehr als 5200 bestätigten Todesfälle, die der Taifun Haiyan in den Philippinen forderte,[2] scheint Saño noch eine letzte Hoffnung als Konsequenz der Katastrophe zu hegen: Dass sie zumindest die internationalen Entscheidungsträger auf höchster Ebene zu einem Umdenken anstoßen möge.

2011 vermochte schon einmal eine Katastrophe im Pazifik, zumindest Teile der Welt wachzurütteln: Das Beben vor der japanischen Küste am 11. März 2011, das eine Kettenreaktion von Tsunami und atomarem Gau auslöste, dessen Folgen bis heute nicht abschließend geklärt sind, löste insbesondere in Deutschland eine politische Wende mit enormer Tragweite aus: Die Bundesregierung unter Angela Merkel erkannte, dass auch für Industrienationen das Risiko atomarer Unfälle nicht zu unterschätzen ist und beschloss gemeinsam mit Bundestag und Bundesrat den Ausstieg aus der Kernkraft bis Ende 2022. So wurde die im September des Vorjahres beschlossene Energiewende (Energiekonzept) bestärkt:[3] Bis zum Jahr 2030 sollen demnach erneuerbare Energien die Hälfte der Stromerzeugung in Deutschland ausmachen.[4]

Durch grüne Energien könnte Deutschland auch seine Verpflichtungen der Emissionsreduktion leichter erfüllen, die aus dem Kyoto-Protokoll hervorgehen (Ergebnis der Klimarahmenkonvention von 1997): Die Vertragsstaaten verpflichteten sich, ihre Treibhausgasemissionen (insbesondere Kohlendioxid, Methan und FCKW) zwischen 2008 und 2012 um mindestens fünf Prozent gegenüber 1990 zu senken. Die damals 15 EU-Mitgliedsstaaten verpflichteten sich zu einer Treibhausgasreduktion von gemeinsam acht Prozent; Deutschland alleine sollte seine Emissionen um 21% senken[5] (eine hohe Zielsetzung, die aber angesichts des Zusammenbruchs der stark emittierenden Industrieanlagen der ehemaligen DDR relativiert werden muss).

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Ein Stadtentwicklungskonzept für Berlin 2030 – Teil 3: Wirtschaftliche Entwicklung

Aug12

Was lässt die Stadt wachsen? – Die falsche Frage für ein Stadtentwicklungskonzept, findet Harald Welzer, Referent beim dritten Stadtforum Berlin 2030. Die Vorstellung einer “Zukunft als Gegenwart plus…” sei falsch. Richtiger für ein Leitbild seien die Fragen “Was ist eine gute Stadt im Jahr 2030?” und “Für welche Herausforderungen muss diese gewappnet sein?”.

Dieser Aufruf zum Perspektivwechsel prägte die Diskussion zum dritten Stadtforum, bei dem es diesmal um das Thema Wirtschaft ging. Zuvor hatte es sich im Teil 1 um allgemeine Stärken und Schwächen Berlins (wir berichteten: “Berlin 2030 – 1. Stadtforum”) und in Teil 2, um soziale Gerechtigkeit gehandelt (siehe Infos und Dokumentation auf der offiziellen Homepage).

Zusammenfassung einiger Thesen und Diskussionsschwerpunkte beim 3. Stadtforum Berlin 2030 (Quellen: Statusbericht: Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030, Aussagen der Referenten beim Stadtforum, Foto Harald Welzer: CC BY-SA 3.0 | Dontworry | Wikimedia Commons)

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Berlin 2030 – 1. Stadtforum

Apr30

Am 24. April 2013 um 17 Uhr begann im Roten Rathaus die Diskussion um die Stadtentwicklung Berlins bis zum Jahr 2030. Wie in den 80er Jahren wird diese in Form eines “Stadtforums” geführt. Alle Bürger sind aufgerufen sich zu beteiligen. Auch Ihr könnt beim Berlintelegramm bis zum 10. Mai eure Meinung kundtun. Dies ist wichtig, denn der Prozess steht gefühlt noch am Anfang und braucht die Unterstützung aller, damit wir im Jahr 2030 immer noch in einer lebenswerten Stadt leben. Unter folgendem Link könnt Ihr euch beteiligen:

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/stadtentwicklungskonzept/de/berlintelegramm/gaestebuch.php

Worum es beim Stadtentwicklungskonzept, auf welche Basis dieses gestellt ist und was die Experten und Bürger bisher dazu sagen – dazu gab die Veranstaltung viele Auskünfte.

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Arbeitsmarkt für Geographen: Stadtgeographische Berufsfelder – Beteiligungsprozesse gestalten

Okt30

Am Dienstag, dem 6. November 2012, findet im Geographischen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin wieder die monatliche Veranstaltung der Reihe “Arbeitsmarkt für Geographen – Geographie in der Praxis” statt, diesmal zum Thema “Stadtgeographische Berufsfelder – Beteiligungsprozesse gestalten”.

Eine Meldung der Kontaktstelle Geographische Praxis des Geographischen Institutes der Humboldt-Universität zu Berlin und des DVAG.

Zum Themenkomplex Partizipation und BürgerInnenbeteiligung werden diesmal referieren: Mehr lesen

  

Pegasus-Netzwerk Jahrestagung 2012

Okt25

Unter dem Schwerpunkt „Mobilitäten im Wandel“ fand die dritte Jahrestagung des Pegasus-Netzwerkes am 5. und 6. Oktober diesen Jahres im Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) in Berlin statt.

Das Nachwuchsnetzwerk für Mobilitäts- und Verkehrsforschung lud auch diesen Jahr wieder zu einem gemeinsamen Treffen für einen offenen und hierachielosen Austausch über Ideen und Forschungsansätze unter dem o.g. Schwerpunkt ein. Neben Vorträgen zu den Themenblöcken „Neue Mobilitätskonzepte“, „Mobilität und Politik“ und „Mobilität und Individuum“ gab es die parallel stattfindenden Mobilitätscafés als Diskussionsforen. Ergänzt und aufgelockert wurde das Programm durch die Posterpräsentation, nach der man anschließend mit den jeweiligen Posterreferenten Gespräche führen konnte. Alle Vortragstitel und Namen der Referenten und Moderatoren sind dem Programmflyer auf der Homepage des Pegasus-Netzwerkes zu entnehmen. Mehr lesen

  

Die Rolle von Beratungsunternehmen in der Stadtpolitik

Okt20

Vor gut zwei Monaten leitete Dr. Anne Vogelpohl von der Goethe Universität Frankfurt am Main auf dem Internationen Geographen Kongress in Köln ihren Vortrag mit dem Teaser des McKinsey Global Institute (MGI) „Urban World: A massive shift from country to city will create one billion new urban consumers by 2025. Are you ready?“ ein.

Alle Zuhörer waren bereit und erlebten einen der herausragendsten Vorträge der IGC, den ich gehört habe. Es war einer von drei Vorträgen in der Nachmittagsreferatsreihe des bekannten englischen Humangeographen Kevin Ward (Universität Manchester) zum Thema „Urbanisation and Demographic Change- Re-ordering the City- Neoliberalization, travelling policies and local context“.

Consulting Firms – Travel Agents of Neoliberal Urban Policies? Mehr lesen

  
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